Vegan? Vegan! – Wissen, was essen

Die vegane Ernährung bewegt die Schweizer Bevölkerung. In der puren Pflanzenkost entdecken manche eine nachhaltige Ernährungsform für Gesundheit und Natur. Andere sehen im Verzicht auf alles Tierische mehr Risiken als Chancen.

Bei Veganern ist der Speiseplan durch den Verzicht auf alle tierischen Produkte (neben Fleisch und Fisch also auch Eier, Milch und Honig) stark eingeschränkt, was ein Risiko für eine mangelnde Zufuhr verschiedener Nährstoffe bedeuten kann. Bei einem Vitamin ist die Bedarfsdeckung über eine rein pflanzliche Ernährung gar unmöglich: In Bezug auf Vitamin B12 kommt kein Veganer um eine Supplementierung herum. Dieses unter anderem für das Nervensystem unabdingbare Vitamin kommt nämlich ausschliesslich in tierischen Lebensmitteln vor. Doch auch weitere Nährstoffe wie zum Beispiel Eisen, Zink und Calcium nimmt ein Nicht-Veganer vorwiegend aus tierischen Produkten auf. Eine bedarfsdeckende Zufuhr dieser Nährstoffe ist mit einer veganen Ernährung nicht unmöglich, aber ein fundiertes Ernährungswissen und eine überlegte Lebensmittelauswahl sind Voraussetzung. Eine vegane Ernährung wird daher nicht für die breite Bevölkerung empfohlen. Ganz besonders bei sensiblen Bevölkerungsgruppen wie zum Beispiel Kindern, Schwangeren oder Stillenden muss der Bedarfsdeckung aller Nährstoffe ein besonderes Augenmerk gelten. Wer sich vegan ernähren möchte, sollte seine Nährstoffversorgung regelmässig überprüfen lassen, Vitamin B12 und bei Bedarf weitere Nährstoffe supplementieren und sich von einer ausgewiesenen Fachperson beraten lassen.

Quelle: Schweizerische Gesellschaft für Ernährung, www.sge-ssn.ch

 

Foto: Fotolia.de/AKF

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